MERCEDES SPRINTER (MANTRA 4x4)

Langzeittest

letztes Update: 05.05.2018
 

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Datum

km

Erläuterungen    

Photo

14.11.2009

0

Bestellung des Fahrzeuges bei Mercedes Benz, München
 

04.02.2010

0

Auslieferung des Fahrzeuges
 

04.02.2010

130

Übergabe des Fahrzeuge an die Fa. Achleitner  (Wörgl / Österreich)
 

FEB 2010
- MRZ 2010

130

Umbau des Fahrzeuges auf das Achleitner-Allradsystem "Mantra"

Die Interaktion mit Fa. Achleitner war - um es freundlich auszudrücken - teilweise deutlich verbesserungswürdig.
Die Kritikpunkte betreffen sowohl den Bestellvorgang als auch vor allem die Übergabe des Fahrzeuges. Zunächst zur Bestellung:
 
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Die Preispolitik verschleiert zum Teil die tatsächlichen Kosten. Zu den vereinbarten Umbaukosten kommen noch etwa 2000 € (Stand NOV 2009) verschleierte Kosten, die dadurch entstehen, dass man gezwungen ist, bei der Bestellung des Grundfahrzeuges bei MERCEDES noch verschiedene Komponenten zusätzlich zu bestellen, die erst Voraussetzung für den Umbau sind.

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Des Weiteren hat sich erst im Nachhinein herausgestellt, dass verschiedene andere Komponenten - sowohl aus der Grundausstattung als auch aus dem Katalog der Sonderausstattungen - in Hinblick auf den Umbau gar nicht möglich sind, beispielsweise Tempomat, Anfahrhilfe, ESP, ASR, usw.

 

Der Umbau verlief selber sach- und einigermaßen fristgerecht. Währenddessen konnte man persönlich den Fortgang in Augenschein nehmen.
Sofort nach Übernahme des Fahrzeuges mussten leider zwei deutliche Mängel festgestellt werden:

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Starkes Vibrieren des Lenkrad durch völlig unausgewuchtete Räder, so dass eine Geschwindigkeit über 85 km/h nicht möglich war.

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Deutliches "Rumpel"-Geräusch aus dem Bereich der Vorderachse bei jeder Bodenunebenheit.

Aufgrund dieser beiden Tatsachen wurde das Fahrzeug umgehend an Fa. Achleitner zurückgegeben.

Etwa eine Woche später wurde es wieder abgeholt. Die Räder waren nun ordnungsgemäß ausgewuchtet und das "Rumpel"-Geräusch war zunächst auch weg. Leider wollte sich niemand aus der Firma dazu äußern, was hier die Ursache und die durchgeführte Beseitigungsmethode war.

Der anschließende Versuch, das Fahrzeug in Deutschland zuzulassen, entwickelte sich zu einem Fiasko.

Die Zulassungsstelle München weigerte sich, das Fahrzeug mit den von Fa. Achleitner mitgegebenen Papieren zuzulassen. (Die ordnungsgemäße Zulassung in der BRD war selbstverständlich Grundvoraussetzung für den Umbauvertrag).

Das betraf zunächst die Tatsache, dass ein Gutachten nur in Kopie und nicht als Original vorlag und des Weiteren wichtige Unterlagen fehlten.
Das umgebaute Fahrzeug war zwar durch die Firma Achleitner dem TÜV in Rosenheim vorgeführt worden, allerdings wurde dort das Zulassungsverfahren nur unvollständig durchgeführt (vermutlich, um Kosten in der Höhe von etlichen 100 € zu sparen).

Es fehlte die komplette Abnahme nach §13 EG-FGV. Diese  Abnahme wäre automatisch mitgemacht worden, wenn dem TÜV-Prüfer das Informationsblatt „Hinweis zum Datenblatt für die Abnahme nach § 13 EG-FGV“ ausgehändigt worden wäre. Dieses Blatt lag der Firma im Original vor, wurde aber aus Unkenntnis wohl nicht eingesetzt. Die gerade genannte EU-Richtlinie war zu diesem Zeitpunkt in der BRD bereits rechtsgültig und damit Voraussetzung für die Zulassung. (So dass die Aussage, die Abnahme sei in Österreich noch nicht notwendig, völlig unerheblich war).

Leider weigerte sich Fa. Achleitner beharrlich, das fehlende Zulassungsverfahren nachzuholen. Entsprechende Aufforderungen wurden teilweise überhaupt nicht mehr beantwortet.

Daraufhin folgte ein dreitägiger Marathon zwischen der Zulassungsstelle München und dem TÜV München (der die fehlenden Papiere ohne erneutes Gutachten verständlicherweise nicht ausstellen wollte).

Nach drei Tagen zermürbendem Behördenkrieg zeigte der stellvertretende Dienststellenleiter der Zulassungsstelle München ein Herz und ordnete die Zulassung quasi gnadenhalber an.

 

MRZ 2010
 - APR 2011

130
- 2.200

Umbau zum Wohnmobil

                        
 

APR 2011

2.300

TÜV-Gutachten bez. Umwandlung zum Wohnmobil
 

APR 2011

2.300

Zulassung als Sonderfahrzeug Wohnmobil

Der Umbau wurde ohne jeglichen Mängel anerkannt.
 

APR 2011

2.300

Rückrufaktion Fa. Achleiter: Austausch der Radflansche

Durchgeführt durch eine Mercedes-Vertragswerkstatt in München auf Garantie Fa. Achleitner
 

APR 2011

2.300

Rückrufaktion der Fa. Mercedes: Austausch des Ladeluftschlauches

Durchgeführt durch eine Mercedes-Vertragswerkstatt in München auf Garantie
 

MAI 2011
- AUG 2011

2.300
- 14.000

Umfangreicher Test auf einer ausgedehnten Urlaubsfahrt durch Island    

          
        
Fotos: Familie P. & I. Busch, Germering

Auf einer etwa 12000 km langen Fahrt durch Island konnte das Fahrzeug ausgiebig getestet werden. Dabei zeigte sich, dass die Fahreigenschaften trotz des deutlich höheren Gewichts (bedingt durch den Wohnmobilumbau) nach wie vor hervorragend sind.
Alle Bodenunebenheiten sowie Wellblechpassagen wurden von der umgebauten Vorderachse problemlos bewältigt. Die gewonnenen Erfahrungen stehen damit im erfreulichen Gegensatz zu denen, die mit dem Konkurrenzprodukt der Fa. Iglhaut gewonnen werden mussten (siehe Ausführungen auf unserer entsprechenden Seite).
Die hohe Bodenfreiheit und die große Bereifung sorgten in Verbindung mit dem durchzugsstarken Motor überall für ein gutes Durchkommen, wobei die Untersetzung bis jetzt gar nicht gebraucht wurde.

Leider zeigten sich dennoch zwei Probleme:

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Bereits nach kurzer Zeit trat das deutliche "Rumpel"-Geräusch aus der Vorderachse wieder auf. Auch bei mehreren Werkstattbesuchen konnte keine Ursache dafür gefunden werden.

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Hydraulikölverlaust in der Lenkung

Des Weiteren musste festgestellt werden, dass die Schmutzfangmatte hinter den Vorderrädern wenig Wirkung zeigen. Bereits nach kurzer Zeit waren die Kotflügel an den Hinterrädern deutlich geschädigt (Abplatzen des Lacks durch Steinschlag).
 

SEP 2011

14.300

Kontrolluntersuchung bei Fa. Achleitner

Die Untersuchung brachte folgende Ergebnisse:
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Das Rumpelgeräusch hatte seine Ursache darin, dass die Dämpferaufhängungen "Spiel" hatten.
Ø Änderung der Aufhängung auf Garantie Fa. Achleitner

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Das Lenkhydrauliksystem war undicht.
Ø Austausch der kompletten Lenkung auf Garantie Fa. Mercedes

Lobend hervorzuheben ist hierbei, dass die Abwicklung bei der Fa. Achleitner diesmal freundlich, kompetent und ausgesprochen kulant verlief. Einzig das Problem mit dem unzureichenden Schutz der hinteren Radläufe konnte nicht gelöst werden.
 

MAI 2012

14.500

Planmäßiger Wartungsdienst bei Mercedes-Vertragswerkstatt       Keine Unregelmäßigkeiten.
 

JUNI 2012

14.500
-16.500

Urlaubsreise durch Oberitalien
 

SEP 2012

16.500
- 19.500

Ausgiebige Urlaubsreise durch die Balkanländer Bosnien, Montenegro und Albanien

In Albanien standen in erster Linie schwierige Gebirgspisten auf dem Programm, die vom Auto tadellos gemeistert wurden (siehe unsere Albanien-Reiseberichte)

              
 

APR 2013

19.500
- 30.000

Rundreise durch Marokko 

Durch die enorme Entwicklung der marokkanischen Infrastruktur in den letzten Jahren ist es inzwischen fast schon etwas schwierig, geeignete Offroad-Strecken zu finden. Nachdem viele Altaspässe inzwischen geteert sind, bietet in erster Linie das Gebiet um den Erg Chebbi Gelegenheit, die Allradfähigkeiten seines Autos zu testen.
Die Reise verlief ohne jegliche Beeinträchtigung. Näheres in unserem Reisebericht MAROKKO

   

MAI 2014

33.000

Planmäßiger Wartungsdienst sowie §29, AU und Gasprüfung

Ohne besondere Vorkommnisse
 

SEP 2014

35.000

Eine geplante Rundreise durch Rumänien musste aus beruflichen Gründen ausfallen.
 

SEP 2015

39.000

Geplante Rundreise durch die Slowakei.             

Im Verlauf der Fahrt traten immer deutlichere Geräusche aus dem Bereich der Vorderachse auf, zuerst mehr mahlend, dann zunehmend mechanisch. Bei unserem Umkehrpunkt in Kosice war der Geräuschspiel so stark, dass wir die örtliche Mercedes-Werkstatt aufsuchten. Nach kurzer Begutachtung wurde die Diagnose gestellt, dass u. A. das Vorderachsdifferenzial kaputt sei (hier trat auch etwas Öl aus). Nachdem es sich in erster Linie nicht um Mercedes-Originalteile handelte, konnte eine Reparatur nicht stattfinden und das Fahrzeug musste per ADAC nach Hause gebracht werden.
In der Werkstatt der Fa. Achleitner (Wörgl / A) stellte sich nun heraus, dass die ursprüngliche Diagnose völlig falsch war, sondern "nur" beide vordere Radlager defekt waren, also ein Schaden, der vielleicht überall hätte repariert werden können.
Eine schlüssige Aussage der Fa. Achleitner, warum dieser Defekt bei dem niedrigen Kilometerstand auftrat, konnte nicht erbracht werden.
Ebenso überraschend, dass auch die vorderen Bremsbacken bereits erneuert werden mussten
 

MAI 2016

42.000

Planmäßiger Wartungsdienst sowie §29, AU und Gasprüfung

Ohne besondere Vorkommnisse
 

JULI 2016

43.000

Erneuerung von Starter- und Versorgungsbatterie

 

JULI 2016
- SEP 2016

43.000
- 52.000

Verschiedene Urlaubsfahrten durch Slowenien, Estland, Finnland, Schweden und Korsika

ohne besondere Vorkommnisse
 

MAI 2018

57.000

Planmäßiger Wartungsdienst sowie §29, AU und Gasprüfung

Dabei kam es erstmal zu einem unerwarteten Schockmoment: Der TÜV-Prüfer verweigert die Plakette mit dem Argument, die hinteren Bremsleitungen seien zu lang und entsprächen außerdem nicht dem Original.

Nun ist es so, dass seit der Auslieferung und Erstzulassung des Fahrzeuges keine Änderungen stattgefunden und alle bisherigen Prüfer in der Richtung nichts beanstandet haben.

Natürlich nahmen wir sofort Kontakt mit der Fa. Achleitner auf, die ja bekanntlich für den Umbau verantwortlich ist. Erfreulicherweise wurde noch am gleichen Tag eine PDF-Mappe mit verschiedenen Abnahmebescheinigungen übermittelt, so dass das Problem gelöst werden konnte. Ansonsten gab es an dem nun 8 Jahre alten Fahrzeug keinerlei Beanstandungen.
 

       

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