SEIDENSTRAßE

Informationen

 

Seidenstraßereise 2009 (19.05. – 09.07.)

 

Aktuelle Tipps

 

Hinweise:

Verschiedene Themen sind subjektiv geschildert und geben damit unser Empfinden wieder. Andere mö­gen das anders sehen und empfinden.

Die Reise diente hauptsächlich der Besichtigung kunstgeschichtlich interessanter Stätten. Die  Strecke führte zu fast allen wichtigen kulturellen Stätten der Länder Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan, Ka­sachstan und Mongolei (47.000 km) .

 

Wir empfanden in Summe die Temperaturen als durchwegs niedrig, wodurch die Aufenthalte im Freien meist gewöhnungsbedürftig waren. Ein Vorzelt oder zumindest ein Tarp, sowie ausreichend wetterfeste und warme Kleidung sollte man dabei haben.

Das Internet ist in den Zentralasiatischen Staaten meist extrem langsam. Die deutschen Mobile-Gebüh­ren sehr hoch.

Treibstoffpreise/Qualität über das Internet abfragen. Jedoch im Durchschnitt deutlich günstiger als in EU. Ich hatte zwar Dieseladditive mitgenommen und gelegentlich benutzt. Ob es was bewirkt hat kann ich nicht sagen. War nur zur Beruhigung. Moderne Motoren gleichen über die Elektronik vielleicht viel aus, wie auch z.B. gr. Höhen.

Meine Bemerkungen zu Preisen sind subjektiv und basieren auf einem landesüblichen Verständnis von Preis-Leistung und unserer persönlichen Situation – Gutes darf mehr kosten!

Es lohnt sich mit der kyrillischen Schrift vertraut zu machen. Unterwegs lernt man dann den Rest dieser Schrift „spielend“.

 

Visabeschaffung

Die Reverenznummern (für Iran und Turkmenistan) und die Visa ließen wir der Einfachheit halber von ei­nem Visa-Service organisieren.

Das zweite Visa für Russland und das Visa für die Mongolei mussten wir unterwegs besorgen, da die Botschaften nicht für eine so späte Einreise (vom Start der Reise aus gesehen) ausstellen.

 

Landkarten

Hauptkarten waren die vom Reise Know How Verlag vom World Mapping Project. Diese Karten sind in der Regel ausreichend, doch stelle ich zunehmend, auch für andere Länder fest, dass sie nicht immer sorgfältig erstellt wurden. Orte sind falsch platziert oder vertauscht, Straßenverläufe sind falsch oder lange Zeit nicht aktualisiert. Die Tadschikistankarten von Hauser (Schweiz) sind excelent. Auch stimmt hier die kartographische Exaktheit bezüglich Nutzung mit GPS. Von Kasachstan hatte ich noch digitali­sierte Karten gekauft. Alle anderen Karten hatte ich selber zur Nutzung mit GPS/Notebook kalibriert.

Für die Rückfahrt hatte ich mir einen original russ. Autoatlas aus Russland besorgt (kyrillisch), der wegen der Schrift und der Details sehr hilfreich war. Ansonsten hatte ich für Russland eine große Landkarte (3.500.000 Hildebrands).

 

Bücher

Neben den bekannten Reiseführern vom Reise Know How und Trescher Verlag hatten wir Kunstreisfüh­rer von DuMont dabei. Zur Vorbereitung dienten vielerlei Bücher. Hervorzuheben sind die zwei Bücher: „Mongolei“ von Amelie Schenk und „Die Mongolen“ von Walther Heissig 1979.

 

Auto

Das Auto sollte in Topform sein: Stossdämpfer neu, Federn ok. usw.). Alle „Leichen im Keller“ kommen bei einer solch langen Reise hoch, mit fatalen Folgen.

Spätestens in der Mongolei sollte man damit beginnen alle erreichbaren Schrauben auf festen Sitz zu kontrollieren. Es ist durchaus sinnvoll Plastikteile dazu abzuschrauben (Radauskleidungen, Kühlergrill etc.) um an die Schrauben zu gelangen. Wir haben durch lockere und verlorene Schrauben größere Schäden gehabt. Oft merkte ich das viel zu spät.

Für moderne Autos empfiehlt es sich die Lokalität der Vertragswerkstätten in dem jeweiligen Land zu kennen.

 

 

 

Zum Thema Korruption:

Natürlich wurden wir mit dieser Problematik konfrontiert. Man muss fairer Weise sagen, dass das nicht immer unangenehm ist. Ist man zu schnell gefahren, so kann man meistens mit der Polizei reden. In D: Fehlanzeige. In Sibirien: Polizei stellt fest, dass wir keine KFZ-Versicherung haben: 30 $ „Straf“ und weiter gings. In D: Fehlanzeige. An der ukrainischen Grenze: Zoll entdeckt großes Messer: 30 $ Schmiergeld, weiter geht’s - mit Messer. In D: 150 € Strafe und Messer weg. Dagegen verlieren sich die paar unange­nehmen Fälle.

 

Straßenführung in Turkmenistan und Usbekistan

Wegen der vielen Kanäle und wenigen Brücken irritierte mich oft die Straßenführung, die oftmals zuerst in die falsche Richtung führte. Gewöhnungsbedürftig!

 

Reisekrankenversicherung: Central (sehr günstig)

Reisemittel: Geländewagen

Reisende: Ehepaar Mitte 60

 

Anreise

Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Türkei ohne besondere Probleme.

Österreicher müssen an der türk. Grenze ein Visum besorgen. Schnee und Minusgrade am Van-See und Dogubayazit

Eine Begegnung mit der Polizei in Bulgarien war unangenehm, weil sehr willkürliche Verkehrregelausle­gung mit beabsichtigter Abzocke.

 

Rückreise

Russland, Ukraine, Ungarn, Österreich

 

Tipps zu den besuchten Ländern sh. Extra-Beiträge

 

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 1

 

Iran (Transit 9 Tage)

Einreise am 20.04.2009 in Bazargan. Ausreise: 28.04.2009 Sharaks.

 

Papiere:

Referenznummer, Visa und Carnet de passages erforderlich.

Vollkommen problemlos mit nettem „Touristmanager“ der uns willkommen hieß und alles für uns bei den Stellen erledigte. Dieser „Touristmanager“ ist eine wunderbare „Einrichtung“ und verdient hier nochmals unsere Anerkennung!

Bei der Ausreise hatte ich den Eindruck, dass die Beamten sich mit einem Carnet de passages für PKW nicht auskannten. Die Bearbeitung war zeitaufwändig und fehlerhaft, was später in Deutschland aber nicht zu Problemen führte.

 

Auto

Seit einiger Zeit gibt es die Regelung, dass, wer länger als 7 Tage im Land bleibt, iran. Nummernschilder braucht. Für den Transit war das nicht erforderlich.

Will man länger im Land bleiben müssen die iran. Schilder besorgt werden.

Wir haben die einmal 2007 in Orumiyeh besorgt. Das hat 2 Tage gedauert und war sehr umständlich (Po­lizei und Banken). Besser wäre es in Täbris, denn dort besorgt das der freundliche deutschsprechende Mann (Nasser Khan) vom Touristbüro (wir waren auf der Rückfahrt dort). Gilt auch für Visa.

Die Nummernschilder müssen dort, wo man sie besorgt hat, auch wieder abgegeben werden. Das hatte man uns nicht gesagt. An der Grenze mussten wir die Schilder zur Post bringen und den Beleg vorzei­gen. Das wurde freundlicherweise akzeptiert.

Es gibt jetzt offiziell nicht mehr die Möglichkeit die iran. Nummernschilder zu umgehen. Man hat auf die Vergehen der Touristen diesbezüglich reagiert.

Kfz-Versicherung wird an der Grenze abgeschlossen.

 

Geschwindigkeitskontrollen

Geschwindigkeitskontrollen sind höchst selten aber auch gut versteckt.

 

Treibstoffversorgung:

Ein Liter Diesel kostete ca. 1,5 Euro-Cent. Es gab 2009 eine neue Regelung. Wir hätten Dieselbezugs­karten kaufen müssen. Wie schon in 2007 haben wir Trucker an der Tankstelle gefragt und die haben für uns immer so um die 30-40 L auf ihre Rechnung geschrieben. Natürlich haben wir das bezahlt.

 

Autofahren

So zivilisiert und angenehm die Menschen in Persien sind, so passt Ihre Fahrweise mit den PKW’s gar nicht zu ihrem sonstigen Verhalten. Nichts ist unmöglich! Ich empfand es schlimmer als in allen Mittel­meeranrainerstaaten. Wenn man nicht so flott wie bei uns und sehr umsichtig fährt, kommt man gut zu­recht.

Die Straßen sind in überraschend gutem Zustand und meist sehr breit. Allerdings hatten wir uns die Ver­kehrsdichte nicht so extrem vorgestellt.

Kontakte

Die Menschen sind ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und zurückhaltend.

Wegen Transit wenig Kontakt.

 

Religionsausübung

Entgegen unseren Erwartungen scheint die Religiosität nicht sehr stark ausgeprägt zu sein.

 

Kleidung

Als Mann ist man rel. gut dran. Ich hatte immer eine lange schwarze Hose an, schwarze Schuhe und ein langärmliges Hemd (Ärmel hochgewickelt). Damit ist man sehr gut für alle Fälle gekleidet. Etwas lockerer geht auch.

Die Frau hat es da schwerer. Meine Frau hatte schwarze Kleidung und schwarzes Kopftuch. Es geht auch etwas lockerer, aber so ist man auf der sicheren Seite und bekommt wohlwollende Anerkennung.

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Die Frau im öffentlichen Leben ist praktisch ohne erkennbare Bedeutung. D.h. sie wird in der Regel (ge­bildetere Menschen verhalten sich da anders) nicht begrüßt (Mohammed pflegte Frauen nicht zu grüßen) und schwerlich bedient, wenn sie einkaufen will. Einkaufen ist Männersache.

Schlafen

Das war 2007 eine unserer größten „Schwierigkeiten“. Unsere Strategie ist bei der Schlafplatzsuche: Weit weg von Menschen. Nicht weil wir sie nicht mögen oder Angst vor ihnen hätten, nein – wir wollen nur abends, wenn wir müde sind, unsere Ruhe haben. Zudem kommt im Iran hinzu, das meine Frau wegen der Kleiderordnung nur weit ab von Menschen normal gekleidet den Abend genießen kann. Da wir nur im Auto schlafen, aber draußen leben, ist das schon wichtig.

Die Schlafplatzsuche führte immer zum Erfolg, auch wenn wir manchmal weit von der Straße bzw. Piste ins Land fahren mussten (max. 40 km).

Beim Transit 2009 war die Situation für uns einfacher.

 

Hotels

Keine Hotels genutzt

 

Geld

Entgegen allen Aussagen wurden US-Dollar gerne genommen, lieber als Euro.

Vereinzelt, aber wirklich sehr vereinzelt, konnte man 2007 mit Kreditkarte bezahlen. D.h. auf keinen Fall den Gebrauch einer Kreditkarte einplanen.

Der Geldtausch in den Banken war meistens sehr umständlich und zeitaufwändig. Die Geldscheine müs­sen einwandfrei, vor allem nicht den kleinsten Riss haben.

Die normalen Lebenshaltungskosten sind sehr niedrig.

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen muss man sich ja nicht anmerken lassen.

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 2

 

 

Turkmenistan (Transit 2 Tage)

Einreise am 28.04.2009. Ausreise: 29.04.2009 Turkmenabad

 

Papiere:

Referenznummer und Visa erforderlich. Die Referenznummern und die Visa ließen wir der Einfachheit halber von einem Visa-Service organisieren. Kein Carnet de passages erforderlich!

Unerwartet problemlos mit meist freundlichen Zollbeamten. Es wird sehr auf Ordnung geachtet, also et­was zurückhaltender als „Westler“. Eine Beamtin sprach sogar englisch. Für’s Auto muss bezahlt wer­den. Alles etwas umständlich und langsam.

25 US $ mussten wir beim Zoll und 90 US $ (Auto?)etwas später bei der Polizei bezahlen

Ein Besuch über einen längeren Zeitraum habe ich wegen der Schikanen aufgegeben. Transit ist ohne Führer und Agentur problemlos machbar. Die Durchfahrt ist in 2 Tagen zu schaffen.

 

Auto

An der Grenze ist es nicht ganz billig. Was man für sein Geld bekommt: Ich weiß es nicht.

 

Geschwindigkeitskontrollen

Man kann es schaffen sich für 2 Tage zu beherrschen. Keine Kontrollen bemerkt.

Treibstoffversorgung:

Keine Aussage, da nicht getankt. Ist aber möglich.

 

Autofahren

Nicht viel Verkehr. Straßen (Transitstrecke!) von unterschiedlicher Qualität, aber nicht so schlecht. Brü­cke/Pontonbrücke: Wartezeiten und undurchsichtige Bezahlung (12 $).

Ortsdurchfahrt Turkmenbashi: Sehr schwierig zu finden.

 

Kontakte

Die Menschen sind freundlich. Wegen Transit wenig Kontakt.

 

Religionsausübung

Keine Aussage

 

Kleidung

Wie in der Türkei – nicht zu freizügig

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Keine Aussage

 

Schlafen

Keine Probleme nahe der Transitstrecke zwischen Dünen. Am Anfang nach Grenze: Sumpf = Mücken.

 

Hotels

Keine Hotels genutzt

 

Geld

Nur in Dollar bezahlt

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen muss man sich ja nicht anmerken lassen.


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 3

 

 

Usbekistan (erstes Reiseland)

Einreise am 29.04.2009 in Alat. Ausreise: 29.05.2009 in Andarkhan/Qokant.

Zusammenfassung: Beeindruckendste Kultur

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich. Visa ließen wir der Einfachheit halber von einem Visa-Service organisieren. Kein Carnet de passages erforderlich!

Problemlos mit freundlichen Zollbeamten, alles well organized und ausführliche Kontrolle. Keine Zahlun­gen.

Anmeldung nach 3 Tagen beim OVIR. Falls das vom Hotel erledigt wird, darauf achten, dass für den ge­samten Aufenthaltszeitraum im Land der Eintrag Gültigkeit hat.

Offizielle haben wir als betont entgegenkommend empfunden (Touristschulung?)

 

Ausreise:

Zum Problem wurde ein Diskrepanz zwischen dem Ausreisedatum 28.05.2009 auf dem Emigrationpapier

und dem tatsächlichen Ausreisetag 29.05.2009. Das Visa war bis zum 29.05.2009 gültig. Das Visadatum war aber nicht relevant. Nach 2h stoischem Warten zahlten wir anstatt anfänglich 128 $ 100 $. Das war uns eine Lehre.

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

 

Geschwindigkeitskontrollen

Wenig Kontrollen, Polizei freundlich.

 

Treibstoffversorgung:

In den Städten und außer im Nord-Westen/Norden kein Problem. Im Nord-Westen Richtung Aralsee praktisch keine Tankstellen mehr. Hier fährt alles mit natural gas und das bekommt man. Zur Not in Ort­schaften fragen. Es gibt meist jemanden der Treibstoff in Kanistern verkauft. Von Moynak über Uchuquq bis kurz vor Karaman keine offizielle erkennbare Tankstelle.

 

Autofahren

Nicht so viel Verkehr. Gesittete Fahrweise. Straßen von unterschiedlichster Qualität. Über Land z.T. recht übel (z.B. von Parlitav nach Uchuduq; 40-50 km/h )

 

Kontakte

Die Menschen sind freundlich und zurückhaltend.

 

Religionsausübung

Keine besonderen Beobachtungen gemacht. Ähnlich Iran.

 

Kleidung

Wie in der Türkei – nicht zu freizügig

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Die Frauen wirken selbstbewusst und nicht „unterdrückt“.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme, da nicht überall so urbanisiert. In urbanisierten oder landwirtschaftlich ge­nutzten Gebieten mit Kanälen schon schwierig. Vor Taschkent haben wir hinter einem Trucker-Hotel ge­schlafen. Sehr nette Besitzer und gutes Essen.

 

Hotels

In den Städten gibt es Hotels aller Kategorien. 40 $ für einfache aber saubere Hotels/Guetshouses in Buchara, Chiwa, Samarkand waren ok.

 

Geld

Dollar und Euros getauscht. Kann man im Hotel machen, die auch die Anmeldung beim OVIR erledigen. Ansonsten muss man sich selbst um den OVIR kümmern.

Handeln ist bei den Usbeken nicht so ausgeprägt wie bei den Arabern. Manchmal haben sie falsche Vor­stellungen vom Wert ihrer Waren. Vermutlich gibt es genügend Touristen, die diese Preise bezahlen. Die Preise für gleiche Produkte können höchst unterschiedlich sein.

 

Internet

Es gibt in den Städten überall Internetcafes. Ich habe nach mehreren Versuchen die Geduld verloren und es dann nicht mehr versucht. Es geht, aber es ist entsetzlich langsam.

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Durch die geringe Bevölkerungsdichte waren wir meist allein am Schlafplatz. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen muss man sich ja nicht anmerken lassen.

 

Praktische Tipps zu Zielen

 

Buchara

Günstige Lage für Hotelübernachtung in Buchara: Umgebung vom Lab Hauz. Vor Fatima-Hotel kann das Auto geparkt werden. Man muss von hinten (NO) dorthin fahren, wenn man von SW kommt. Ggf. ist die Zufahrt zum Lab Hauz gesperrt. Fragen ob man zum Hotel durch darf. Altstadt übersichtlich. Händler im Bazar sind rel. unflexibel. In Seitenstraßen der etwas abgelegeneren Shops kaufen.

 

Chiwa

In Chiwa, innerhalb der Stadtmauer, Hotel Menos. Auto kann vor Hotel geparkt werden. Einfahrt durch das Nordtor, dann rechts und dann liegt es links noch vor dem Palast. Ggf. ist die Durchfahrt verboten, jedoch zum Hotel darf man. Sehr zentral und landestypisch.

Altstadt sehr übersichtlich. Zur Besichtigung div. Bauten ist ein Ticket erforderlich, was man am Haupt­eingang im Westtor bekommt. Besteigung des Is­lom-Xo´ja-Minarett garantiert Muskelkater, ich wollte es nicht glauben. Aussicht vom Palastturm aus besser, da alle Medresen-Divane nach Westen ausgerichtet sind. In der Altstadt nur ein Speise-Restaurant, links vom Qala Mina­rett. Einen Tag vorher anmelden, da sehr stark von Reisgruppen besucht. Alles ist dort ausgezeichnet. Moderate angemessne Preise.

 

Samarkand

Hotel Bahadir (Guesthouse) nahe Museum und Klinik, Auto vor Hotel, zentral. Familiäre „Gemeinschafts“-Atmosphäre.

 

Termiz

Karatepe: Sperrgebiet, Freundschaftsbrücke: nicht erreichbar.

 

Ferganatal

In Chust auf dem Basar gibt es die typ. schwarzen Messer direkt von den Messermachern zu einem Bruchteil wie in Buchara. Erholsamer Park mit guter Gastronomie in der Stadt unten.

Während unsere Zeit gab es schwere Unruhen, was wir erst hinterher erfuhren. Gemerkt haben wir da­von bis auf eine Straßensperre nichts.

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 4

 

Tadschikistan (zweites Reiseland)

Einreise am 29.05.2009 in Patar/Konibodom. Ausreise: 15.06.2009 in Kara Kul/Kizil Art Pass.

Zusammenfassung: Beeindruckendste Berglandschaften, ärmstes Land

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich.

Wichtig für den, der an der afghanischen Grenze im Panj-Tal fahren will: Für diese Region (Gorno Ba­dakhshan) sollte man schon bei der Visabeantragung darauf hinweisen, dass man hier hin will. Der Ort Ishkashim muss u.a. dann auf dem Eintrag im Pass aufgeführt sein. Am besten für die gesamte Region (Gorno Badakhshan) die Permission beantragen. Vor Ort kann das sehr zeitaufwändig sein.

Problemlos mit freundlichen Zollbeamten, wir hatten den Eindruck die ersten Touristen zu sein. Ober­flächliche Kontrolle. 2 x 10 $. 15 Tage Aufenthaltserlaubnis.

Anmeldung beim OVIR wurde abgeschafft.

 

Ausreise:

Am Kizil Art Pass kam ein Drogenhund ins Auto. Für die Bedingungen unter denen die Beamten dort le­ben, erstaunlich freundlich. Geringer Betrag wurde fällig.

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

Große Höhen: An unserem rel. modernen Diesel haben wir auch bei 4655 m und längere Zeit auf ca. 4000 m nichts von Leistungseinbuße gemerkt.

 

Geschwindigkeitskontrollen

Keine bemerkt

 

Treibstoffversorgung:

Grundsätzlich kein Problem, allerdings sollte im Pamir genügend Reserve an Bord sein. Dort wenig Mög­lichkeiten.

 

Autofahren

Nicht so viel Verkehr. Weitgehend gesittete Fahrweise. Straßen von unterschiedlichster Qualität. Über Land z.T. recht übel. Zebrastreifen werden extrem stark beachtet.

Im Pamir gelten andere Relationen!

Zum Pamir-Highway ist der einzige offizielle Weg der von Dushanbe über Vahdat, Sebiston, Kulob nach Khorog. Die „alte“, viel kürzere Hauptstraße ist gesperrt. Wir trafen Reisende die das nicht wussten und dort gefahren sind. Es war grenzwertig und nervig – also die Finger davon lassen!

Die Straße zum und im Panj-Tal ist oft verschüttet, oder es wird gebaut. Täglich mehrere Stunden Warte­zeiten einplanen. Vor Aini lange Wartezeiten nach festem Zeitplan (7°° u. 16°° kurz offen). Erkundigen in Pendzhikent.

Den Shahriston Pass empfand ich beieindruckender als den berühmt berüchtigten Anzob Pass. Der Anzobtunnel wird im Internet auch übertrieben dargestellt. 30-50 cm tiefe Pfützen sollten einen Gelände­wagenfahrer nicht beeindrucken.

Bei Sperrungen kommt es zu, für einen Westeuropäer, unbegreiflichen Reaktionen der Wartenden. Noch schlimmer wird es, wenn die Sperrung aufgehoben ist und 40 Tonnen schwere Trucks von einheimischen SUV’s aus rein egoistischen Gründen blockiert werden. Ein Truck, und schon gar nicht einer von einem Chinesen gesteuert, fährt rückwärts! Dadurch dauert alles noch länger. Genau so unverständlich ist die Unsitte, die sich bis in die Mongolei hinzieht, bis auf die Kreuzung zu fahren und somit meist nicht mehr die Ampel zu sehen. Bei Grün gibt es dann unnötige Verzögerungen.

Oft gilt es Sturzbäche, grobe scharfe Felsen und Matsch zu durchfahren.

Die Polizei in Dushanbe ist die schärfste, die ich bisher erlebt habe. Man traut sich nicht den kleinsten Fehler zu machen. Ansonsten tritt sie kaum in Erscheinung.

In der Nähe von Seen sehr vorsichtig fahren, da der Untergrund oft sehr weich ist, zumal wenn die Ober­fläche weiß (Salz) aussieht.

 

Kontakte

Die Menschen sind freundlich, interessiert und zurückhaltend.

 

Religionsausübung

Keine besonderen Beobachtungen gemacht.

 

Kleidung

Wie in der Türkei – nicht zu freizügig

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Die Frauen wirken zurückhaltend selbstbewusst.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme, da nicht so urbanisiert.

Im Panj-Tal wegen der Enge kaum ungestört möglich. Home stays nutzen oder in Seitentäler schlagen.

Zu unserer Zeit oft bis zu –8°C in der Nacht. Tagsüber auch nicht sehr warm. Viel Wind. Schneefall nichts ungewöhnliches.

 

Hotels

In den Städten gibt es Hotels. Im hinteren Panj-Tal Home stays.

 

Geld

Dollar und Euros an Wechselstuben getauscht.

 

Internet

Es gibt in den Städten Internetcafes.

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Durch die geringe Bevölkerungsdichte waren wir meist allein am Schlafplatz.

 

Praktische Tipps zu Zielen

 

Die sieben Seen: Man kann bis zum siebten See hinauffahren. Doch Vorsicht bei Feuchtigkeit auf dem letzten Stück.

 

In Khorog aus unserer Sicht bescheidene, aber ausreichende Versorgungsmöglichkeiten. Ab hier wird es nicht besser. In Murghab noch bescheidener als in Khorog. In Karakol ganz bescheiden.

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 5

 

Kirgistan (drittes Reiseland)

Einreise am 15.06.2009 in Sary Tash. Ausreise: 12.07.2009 in San Tash.

Zusammenfassung: Schönste und abwechselungsreichste Landschaft, verstärkt westliche Orientierung festgestellt.

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich. Kein Carnet de passages erforderlich!

Problemlos mit freundlichen Zollbeamten, alles well organized und kaum Kontrolle. Keine Zahlungen.

Anmeldung beim OVIR nicht mehr erforderlich.

Offizielle haben wir als betont entgegenkommend empfunden (Touristschulung?)

 

Ausreise:

Emigrations Card muss vorgelegt werden.

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

 

Geschwindigkeitskontrollen

Rel. häufige und versteckte Kontrollen, vor allem in Ortschaften, Polizei freundlich.

 

Treibstoffversorgung:

Im ganzen Land kein Problem.

 

Autofahren

Normaler Verkehr. Gesittete Fahrweise. Straßen von unterschiedlichster Qualität meist jedoch gut. Fahrer sind z.T. alkoholisiert. Fällt aber nicht direkt auf. Polizei kontrolliert das. Zebrastreifen werden stärker be­achtet als bei uns.

Öfter sind kleine Beträge an Mautstellen zu bezahlen. Die Zettel aufheben. Manchmal kann man sich gelegentlich er­neutes Zahlen ersparen, wenn man den letzten Zettel noch vorweisen kann. Ein Versuch ist es allemal wert. Bei der Ausreise über San Tash vorher besonders wichtig.

Straße vom Kizil Art Pass nach Osh sehr schlecht. Ab Sary Tash in Bau.

 

Kontakte

Die Menschen sind freundlich, interessiert und etwas lockerer

 

Religionsausübung

Keine besonderen Beobachtungen gemacht.

 

Kleidung

Wie bei uns.

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Die Frauen wirken selbstbewusst. Viele, nicht nur Frauen sind russ. Abstammung.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme, da nicht überall so urbanisiert. Bisher die leichteste Schlafplatzsuche. Oft wegen fehlender Deckung Besuch von Hirten, aber die sind weltweit harmlos.

 

Hotels

In den Städten gibt es Hotels aller Kategorien.

Bishkek: Guesthouse „Nomad Home“, einfach, nette Atmosphäre. Unmittelbar hinter dem östl. Busbahn­hof. Die kleine Straße war bei uns mit einem Erdhügel versperrt worden. Nach ca. 50 m links – fragen. Koordinaten: 42 53 18,85 / 74 37 45,56

 

Geld

Dollar und Euros getauscht.

 

Internet

Es gibt in den Städten überall Internetcafes.

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Durch die geringe Bevölkerungsdichte waren wir meist allein am Schlafplatz.

 

Praktische Tipps zu Zielen

 

Arslanbob
Das Touristbüro von CBT befindet sich nicht mehr am Dorfplatz. Es ist umgezogen, den Weg rechts vom Dorfplatz hoch, ca. 100 m links. Im Office saß Faiaz, ein netter Mann, der im Umgang mit Touristen ge­schult war. Schöner Schlafplatz auf Wiese re. vor Arlanbob.
 
Sary Chelek

Landschaftlich sehr reizvoll, aber überlaufen. Hinfahren - anschauen- wegfahren. Einheimische nutzen die Picknickstätten stark, dabei wird nicht nur gegessen. Wir haben uns dort nicht wohlgefühlt, über­nachten nicht möglich, trotz heftigster Diskussionen. Die Naturparkangestellten machten unser Schlafver­steck ausfindig und wollten Geld. Moderates Eintrittsgeld.

 

Chatkal Tal

Ob das Chatkal Tal von Kerben (bei Tash-Kömür) aus zu erreichen ist, hat mich schon zuhause beschäf­tigt und ich konnte es nicht klären. Vor Ort fand ich eine nagelneue Straße vor, die den Nordzwickel des Fergana Tals umgeht und nach Ala Buka führt.

In Janibazar gibt es Versorgungsmöglichkeiten. In Ka­nysh-Kaya gibt es eine Tankstelle für Benzin und Diesel und ein Hospital. Danach die steile dichtbewachsene Piste zu den 5 Seen lohnenswert.

Die lohnende Fahrt erfolgt auf rel. akzeptabler Piste. Bei uns war die Weiterfahrt ins Talas-Tal über den Kara-Buura Pass nicht möglich, weil im Gebirge bei etwa 2500 m die Piste durch Schnee versperrt war.

 

Bishkek

Stein Bräu ist nicht mehr das was es einmal gewesen sein muss. Ambiente bayrisch, Speisen chinesisch. Von wegen Schnitzel und Pommes! Das Bier ist sehr lecker.

Das Emigrations office liegt hier:  42 52 18,27 / 74 35 43,32 falls man da hin muss.

 

Issik Kul

Sowohl am Nord- als auch am Südufer vereinzelt gute Schlafplätze (man ist aber tagsüber nicht allein).

 

Rundfahrt durch den Tien Shan

Diese Möglichkeit gibt es wirklich nicht mehr. Wir hatten uns per Zufall einer kirgisischen Offroad Gruppe angeschlossen, die diese, in den Reiseführern beschriebene Tour machen wollten. Auch die scheiterten beim Militär in Engilchek. Dennoch ein lohnender Ausflug bis dahin (Achtung Schneewände!)

 

Song Kul

Die Hirten dort sind Touristen gewöhnt und es gibt etliche kirgisische Tourist-Jurten-Camps. Die Umrun­dung des Sees ist möglich. Im SO, dem Zuflussbereich, ist es sumpfig. Die schönsten Schlafplätze direkt am See am Südufer.

 

Karakol

Gutes Speiserestaurant „Kalinka“ (Holzbau). Oberhalb rechts Stadtverwaltung am Hauptplatz.

 

Aksu - Altin Arashan

Traumhafte Almenlandschaft. Da wir nicht wussten was uns erwartet, sind wir mit der Off road Gruppe da hoch gefahren. Für einen schwerbeladenen Geländewagen grenzwertig. Alleine kam ich nach dem Re­gen dort oben vom nassen Gras nicht mehr weg. Vom Landschaftsschutz frevelhaft dort entlang zu fah­ren. Würde ich nicht wieder machen – Wander- und Erholungsgebiet mit Übernachtungsmöglichkeiten und heißen Quellen/Bädern.

 

Jeti Oguz

Schöne Landschaft mit den roten Felsen „Gebrochenes Herz“. Von dort aus weiter ins Naturschutzgebiet (ohne schlechtes Gewissen). Ruhige Schlafplätze hinter den Almen im Wald mit Wasser.


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 6

 

 

Kasachstan (viertes Reiseland)

Einreise am 12.07.2009 in Sary Tash. Ausreise: 08.08.2009 in Shamanaikha.

Zusammenfassung: Steppenlandschaft langweilig, Gebirgslandschaft sehr schön, insbesondere der Altai. Das am kommunistischen ausgerichtete Land unsere Reise. Entsetzlich die Folgen der Bewässerung der riesigen Felder. Selbst total versalzene Felder werden noch bewässert. Hier, wie auch in Kirgistan, haben die ehemaligen Machthaber ohne jegliches Feingefühl durch ihr Wirken große Teile der Natur zerstört und verschandelt.

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich. Kein Carnet de passages erforderlich!

Problemlos mit freundlichen Zollbeamten, alles well organized und normaler Kontrolle. Keine Zahlungen.

Bei der Ausstellung der Emigrations Card ist zu beachten, dass man wirklich den Grenzübergang benut­zen muss der dort angegeben ist und auch an dem Tag (nicht die Uhrzeit).

Anmeldung beim OVIR erforderlich. Kleine Episode dazu: In Almaty im Hotel konnte uns eine Dame nur für die Zeit im Hotel den OVIR Eintrag besorgen. Eine andere Dame vom Business Travel Office im Hotel konnte für den gesamten Aufenthalt den Eintrag besorgen. Dazu musste die Emigration Card incl. Pass abgegeben werden (war uns gar nicht recht). Es dauerte 3 Tage, da hatten wir den Eintrag und eine neue Emigrations Card. An der Grenze hatten wir damit kein Problem.

 

Mongolisches Visa

Die mongol. Botschaft in Almaty ist schwer zu finden. Koordinaten: 43 11 42,28 / 76 52 00,43.

Ausstellung: ein Tag, freundlich. Gute Zeit: 10°°. Wir bekommen ein 30 Tagesvisa und die Aussage, dass man Ulan Bator nochmals 30 Tage ohne Probleme bekäme.

 

Ausreise:

Emigrations Card muss an der Grenze vorgelegt werden die aufgeführt ist.

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

 

Geschwindigkeitskontrollen

Kontrollen, auch Überland, Polizei meist freundlich.

Es wird alkoholisiert gefahren. Bei Überlandkontrollen unbedingt am Stopp-Schild stehen bleiben und bis 3 zählen, ansonsten wandern 50 $ demonstrativ ins private Säckel der Polizei.

 

Treibstoffversorgung:

Im ganzen Land kein Problem.

 

Autofahren

Normaler Verkehr. Flottere und oft rücksichtslose Fahrweise – Überholen in den Gegenverkehr hinein. Straßen von unterschiedlichster Qualität meist jedoch gut. Fahrer sind z.T. alkoholisiert. Fällt aber nicht direkt auf. Polizei kontrolliert das. Zebrastreifen werden meist beachtet.

Fährt man nicht nur die Hauptstraßen, dass kann es zur Tortour werden. Unglaublich was dieses Land da zu bieten hat. Die roten Straßen auf der WMP-Karte sind nicht immer das was sie versprechen.

Generell muss man in Kasachstan (und nicht nur da) darauf achten, dass man auf dem Untergrund auf dem man irgendwo hinein fahren will auch wieder raus kommt wenn der nass ist. Das ist nicht zu unter­schätzen!

 

Kontakte

Die Menschen sind durchwegs freundlich.

 

Religionsausübung

Wir hatten den Eindruck dass es wenige religiöse Menschen gibt.

 

Kleidung

Wie bei uns.

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Die Frauen wirken selbstbewusst in den Städten, auf dem Land etwas zurückhaltend. Viele, nicht nur Frauen sind russ. Abstammung.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme, da nicht überall so urbanisiert. Leichte Schlafplatzsuche.

 

Hotels

In den Städten gibt es Hotels aller Kategorien.

 

Geld

Dollar und Euros getauscht.

Kartenzahlung möglich

 

Internet

Es gibt in den Städten überall Internetcafes.

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Durch die geringe Bevölkerungsdichte waren wir meist allein am Schlafplatz.

 

Praktische Tipps zu Zielen

 

Fünf Seen (Köl Say) Abzweig bei Kegen

Strecke in der Ebene bei Nässe nicht befahrbar. Seen nicht besucht.

Charin Canyon

Man kann ihn befahren. Den Einstieg muss man suchen (rechts nach dem Eingang suchen). Der Einstieg ist steil, aber zu machen auch mit schwerem Auto, auch hoch. Der Geländewagen sollte nicht zu hoch sein (Dachträger), denn es kommt ein Felstor. Da wird’s richtig eng! Man kann aber auch laufen.

 

Almaty

Moderne, geldige und quirlige Stadt mit starkem Verkehr. Ich habe das als nicht so drastisch empfunden wie oft dargestellt.

 

Qapshaghay See

Am Wochenende stark frequentiert, laut, Alkohol. Ansonsten sehr schön zum Baden.

 

Ille Fluss

Lohnende Abstecher, am Fluss viel Müll, vor allem Wodkaflaschen. Weiter NW besser.

 

Tengiz See

Riesiges Naturschutzgebiet. Besuch nur für Interessierte lohnend. Bei Regen wird es ungemütlich auf den Lehmpisten.

 

Astana

Diese Stadt muss man gesehen haben. Eine Mischung aus Dubai und Disneyland ohne Menschen. Scheußlich schön.

 

Sibinsker Seen

Sehr reizvolles Seenensemble. Am 4. See finden wir einen Schlafplatz. Die anderen Seen sind ungeeig­net zum Campen.

 

Buqtyrma See/Seitenarm des Zayan See‘s

Schöne Schlafplätze am Ostufer

 

Rachmanov Quellen

Grauenhafte Piste (19 km/h), vor allem die letzten 12 km (10 km/h). Zieht sich elendig lang hin. Land­schaftlich einmalig. Kurz vor der Siedlung ist der Wald großflächig abgebrannt.

Die Rachmanov Quellen sind nun in Privatbesitz und gegen 9 € pro Person zu besichtigen. Landschaft­lich sehr reizvoll. Im Privatgelände liegt auch der schöne See. Wild campen vor dem Ort beim alten Flugfeld.

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 7

 

Sibirien/Russland (Transit 4 Tage)

 

Einreise am 08.08.2009 in Tret‘ yakovo. Ausreise: 11.08.2009 in Tasanta.

Zusammenfassung: Der Altai ist hier besonders schön. Wir waren sehr überrascht von der grandiosen Bergwelt und den Flüssen.

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich. Kein Carnet de passages erforderlich! Krankenversicherung die von den russ. Be­hörden anerkannt ist muss man haben. Die Central war da die erste Wahl. Nach der KFZ-Versicherung wurde nicht gefragt.

Problemlos mit freundlichen und hilfsbereite Zollbeamten, alles well organized und normaler Kontrolle. Keine Zahlungen. In der obligatorischen Deklarationskarte brauchte man nicht eintragen was man alles dabei hatte.

Anmeldung beim OVIR haben wir nicht gemacht. Bei der Ausreise kein Problem.

 

Ausreise:

Keine Besonderheiten

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

 

Geschwindigkeitskontrollen

Kontrollen vor allem in Ortschaften. Der Beginn und das Ende der Ortschaften ist nicht immer klar aus­zumachen. Oft gelten die Geschwindigkeitsbeschränkungen einige km vor und hinter der sichtbaren Ort­schaft. Vorsicht ist geboten (gilt auch für die Rückfahrt). Kein Kontakt mit der Polizei.

 

Treibstoffversorgung:

Auf der ganzen Strecke kein Problem.

 

Autofahren

Normaler Verkehr. Gesittete Fahrweise, sehr gute Ausschilderung

 

Kontakte

Die Menschen sind durchwegs freundlich.

 

Religionsausübung

k.A.

 

Kleidung

Wie bei uns.

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Wie bei uns.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme, da nicht überall so urbanisiert. Leichte Schlafplatzsuche auf idealen Plät­zen vor allem im östl. Teil der Strecke.

 

Hotels

k.A..

 

Geld

Dollar getauscht.

Kartenzahlung möglich

 

Internet

k.A.

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme. Durch die geringe Bevölkerungsdichte waren wir immer allein am Schlafplatz.

 

Praktische Tipps zu Zielen

 

Hinter Chibit sind die besten Schlafplätze. Dort sieht man auch Touristenzelte.

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 8

 

 

Mongolei (Fünftes und letztes Reiseland)

 

Einreise am 11.08.2009 in Tsagaannuur. Ausreise: 10.10.2009 in Altanbulag.

Zusammenfassung: Die Landschaft der Mongolei wirkte auf uns unbeschreiblich. Etwas ganz besonderes sind die Menschen. Sie ruhen in sich selbst, sind fröhlich und sehr genügsam. Starke westliche Ausrich­tung.

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich. Kein Carnet de passages erforderlich! Preiswerte KfZ-Versicherung an der Grenze.

Problemlos mit freundlichen und hilfsbereiten Zollbeamten, alles well organized und ohne Kontrolle. Keine Zahlungen. Anmeldung beim OVIR gibt es in der Mongolei nicht. Von all den Schikanen, die an verschiedenen Stellen zu lesen sind, war hier nichts zu spüren.

Bei der Ausreise war das etwas anders.

Im Imigrations office in Ulaan Batoor, unmittelbar rechts von der Auffahrt zur friendship bridge, bekommt man die Visaver­längerung um weitere 30 Tage problemlos (4 Tage).

 

Russisches Visa

Für die Rückreise mussten wir das russ. Visa bei der russ. Botschaft in UB besorgen. Entgegen allen neg. Informationen empfanden wir die Botschaftsangestellten als höflich und hilfsbereit. Wir hatten kei­nerlei Probleme mit ihnen. Ein normales Touristvisum war uns aus verschiedenen Gründen (situations­bedingt) nicht recht. Es wäre auch umständlicher und teurer gekommen. Kurzfristig bekamen wir ein Transitvisa, das allerdings nur für 10 Tage. Alles Intervenieren half nichts, wir mussten in 10 Tagen die ca. 7000 km zur ukrainischen Grenze schaffen. Der Botschaftsangestellte beruhigte uns: Andere schaffen das auch. Wir haben das Anfang Oktober dann in 9 Tagen geschafft, da man uns den ersten Tag an der Grenze gestohlen hatte. Diesen Ritt werden wir nie vergessen!

Die Bearbeitungszeit hängt vom Preis ab. 5 Tage kosten 105 $.

 

Ausreise:

In Altanbulag war unklar wo man sich anstellen muss. Letztendlich wollten nur 10 PKW über die Grenze. Die Mongolen verzögerten bewusst und versuchten auch nebenbei Geld zu machen durch z.B. unterlas­sene Zollkontrolle. Vielleicht machten sie auch so langsam, weil die Russen auch nicht schneller waren. Für 10 PKW 9 Stunden für beide Grenzen!

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

 

Geschwindigkeitskontrollen

Kein Thema in der Mongolei. Kaum Asphaltstraßen. Kein Kontakt mit der Polizei.

 

Treibstoffversorgung:

Grundsätzlich bei ausreichend Reserve kein Thema. Allerdings liegen die Tankmöglichkeiten oft weit auseinander. An die Art von Tankstellen muss man sich erst gewöhnen. In den Aimak- und Sum-Städten gibt es immer Tankmöglichkeiten auch meist für größere Wassermengen.

 

Autofahren und Orientierung

Über Land kaum Verkehr. Gesittete Fahrweise, meist ausreichende Ausschilderung die allerdings ge­wöhnungsbedürftig ist (Fernziele). In Ulaan Batoor herrscht Chaos und zur rush our gilt nur der Recht des Stärkeren. Wer zuckt hat verloren.

Asphalt gibt es in der Gegend um Ulan Bator (UB) und gelegentlich kurz vor und nach Aimak Städten. Die Straße von UB nach Öndörkhaan ist nun geteert.  Im NW waren wir nicht. Ansonsten nur Piste.

Eine Besonderheit sind die Pisten, die stets über mehrere hundert km durch das Land führen und durch­wegs grottenschlecht sind. Die Spuren liegen zum Teil bis zu 10 km auseinander. Da man ständig auf der Suche nach der besten Spur ist, wird man das auch nutzen. Anfangs erzeugt es Unsicherheit. Letztend­lich führen die Pisten in der Regel alle in die gleiche Richtung.

Vor allem über Land wird oft stark alkoholisiert gefahren.

 

Neben dem mongolischen GPS (Ger positioning system = sich von Ger (Jurte) zu Ger durchfragen) gibt es noch ein anderes System zur Orientierung, und zwar die Masten der Telefon- oder Stromleitungen. Die Telefontrassen bestehen aus mindestens 2 oder mehr dünnen Leitungen mit kleinen eiförmigen Iso­latoren, meist mit waagerechten Balken an den Masten. Die Stromleitungen sind generell dicker und ha­ben in der Regel 3 dickere Leitungen oder auch 6. Alle diese Trassen führen dorthin wo Menschen in größerer Anzahl wohnen.

 

Es kann ratsam sein gelegentlich die Temperatur der Stoßdämpfer zu erfühlen. Pausen und langsame­res Fahren wirken lebensdauerverlängernd.

 

Hat man genug Erfahrung gesammelt, kann man, sofern man sich traut und gut navigieren kann, auch Ziele direkt anfahren wenn eine Piste in die richtige Richtung führt. Anders als in der Wüste habe ich mir hier weniger Sorgen als Alleinfahrer über ein Liegenbleiben gemacht.

 

Irgendwann werden Flussdurchfahrten kommen. Im Norden und NO immer stärker. Das grundsätzliche Verhalten ist jedem Geländewagenfahrer bekannt. Eine neue Erfahrung für mich war, als der Vorderwa­gen bei bisher moderaten 50 cm Flusstiefe kurz vor der Auffahrböschung so tief eintauchte, dass das Wasser massiv die Frontscheibe hochkam. Reflexartig gab ich Gas und konnte die Böschung erklimmen. Sofort Motor aus und Luftfilter kontrolliert: Trocken. Was war passiert? Die Fahrzeuge, meist LKW’s, die von der entgegengesetzten Richtung die Böschung hinunter fahren, stoßen das Flussbett während des Eintauchens auf. Dadurch entsteht die kurze Vertiefung.

 

Kontakte

Die Menschen sind freundlich, fröhlich und rel. locker. Die häufigen Begegnungen im Land waren stets von Freundlichkeit, etwas Neugier und Anstand gezeichnet. Junge Menschen auf dem Land sind er­staunlich modern und informiert. Bisher haben uns die Mongolen am tiefsten beeindruckt.

 

Religionsausübung

Der tibetische Bhuddismus ist für uns schwierig zu verstehen. Ich hatte den Eindruck, dass zumindest, so wie es sich für uns anschaute, die Religionsausübung in den Tempeln der Städte eher oberflächlich war. Das kann auch täuschen, da wir wissen, dass Religion und Schamanismus einen hohen Stellenwert ha­ben.

 

Kleidung

Wie bei uns.

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Wie bei uns. Gleichberechtigt und selbstbewusst.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme. Einfache Schlafplatzsuche auf meist einsehbaren Plätzen. Nur Kontakt zu Hirten.

 

Hotels

In UB alle Kategorien.

 

Geld

Dollar und Euro getauscht.

Kartenzahlung möglich

 

Internet

In UB und wahrscheinlich auch in Aimak-Städten. Sonst sicherlich nicht.

GMS: viele weiße Flecken

 

Sicherheit

Wir hatten nie Probleme und immer ein gutes Gefühl.

In UB aufpassen – Taschendiebe.

 

Praktische Tipps zu Zielen

 

Mankhan

Die Prähistorische Höhle haben wir nicht gefunden. Sie soll am nördl. Flussufer liegen und nicht leicht zu erklimmen sein. Da muss ein Einheimischer mitgehen.

 

Ölgi

Beim Tolbo See konnten wir wegen extremer „Großmücken“ Invasion nicht aus dem Auto.

 

Shargaljuut

Kurzentrum mit den verschiedensten heißen Quellen. Die „Anwendung“ erfolgt in einer Holzjurte in einer Badewanne. Die Logistik dieser Kuranlage blieb uns verschlossen. Wir warteten einfach bis eine Bade­jurte frei wurde – Geduld ist gefragt. Uriges Erlebnis! Schlafen auf der Weide vor dem eigentlich Ort hinter dem Kurzentrum.

 

Kultin & Bilge Khagan Stele bei Kharakhorin (Kharakhorum)

Diese für die Türkei sehr wichtige Stehle steht nun in einem großem Museumsbau und die Kopie der Stehle hinter dem Museum wo sie vorher stand. Die türkische Regierung hat eine Super Teerstraße von Kharakhorin dorthin bauen lassen. Das Museum stammt ebenso von den Türken.

 

Tsetserleg

Der Verlauf der Straße von Kharakhorin nach Tsetserleg ist anders als auf der WMP-Karte dargestellt. Einfach nach Beschilderung fahren

 

Thaikar Chuulu Felsen

Links (NW), ca. 200 m vom Felsen, kann man gut am Bach campen.

 

 


 

Seidenstraßereise 2009 Teil 9 Rückreise

 

Russland (Transit 10 Tage)

 

Einreise am 10.10.2009 in Kyakhta. Ausreise: 19.10.2009 in Belgorod

Zusammenfassung: Wegen 7000 km in 9 Tagen kein Blick für irgendwas. Dennoch: Wir hatten auf dieser Strecke den Eindruck durch das Armenhaus Russlands zu fahren, kennen allerdings Russland nicht.

 

Papiere:

Nur Visa erforderlich. Kein Carnet de passages erforderlich! Krankenversicherung die von den russ. Be­hörden anerkannt ist muss man haben. Die Central war da die erste Wahl. KFZ-Versicherung erforderlich (sh. Allgemeine Info)

Bei Einreise extrem schleppende Abfertigung (sh. Teil 8). In der obligatorischen Deklarationskarte brauchte man nicht eintragen was man alles dabei hatte.

Anmeldung beim OVIR haben wir nicht gemacht. Bei der Ausreise kein Problem.

 

Ausreise:

4 h, sehr schleppend

 

Auto

An der Grenze: keine Zahlungen

 

Geschwindigkeitskontrollen

Kontrollen vor allem in Ortschaften. Der Beginn und das Ende der Ortschaften ist nicht immer klar aus­zumachen. Oft gelten die Geschwindigkeitsbeschränkungen einige km vor und hinter der sichtbaren Ort­schaft. Vorsicht ist geboten. Auch ansonsten ist die extreme Beachtung der Regeln sinnvoll (zeit- und geldsparend). Kontakt mit der Polizei sachlich.

 

Treibstoffversorgung:

Auf der ganzen Strecke kein Problem. Das russ. Tanksystem hat man ja schon kennengelernt!

 

Autofahren

Normaler Verkehr. Meist gesittete Fahrweise, sehr gute Ausschilderung

Die Straßen sind in Sibirien in den großen Städten und zur Umgehung selbiger oft grottenschlecht. Uns ist ein ABS Sensor herausgesprungen! Ansonsten überraschend gut. Wir haben es ja in 9 Tagen geschafft mit bis zu 12 Fahrstunden täglich.

 

Kontakte

Die Menschen sind durchwegs freundlich und hilfsbereit.

 

Religionsausübung

k.A.

 

Kleidung

Wie bei uns.

 

Die Frau in der Öffentlichkeit

Wie bei uns.

 

Schlafen

Grundsätzlich keine Probleme, da nicht überall so urbanisiert. Leichte Schlafplatzsuche abseits der Hauptstrecke in Wäldern, max. 1 km von Straße entfernt. Lange Zeit unbefahrene Wege gesucht. Nie behelligt worden. Schlafplatz in beginnender Dämmerung aufgesucht, Aufbruch vor Sonnenaufgang.

 

Hotels

k.A.

 

Geld

Dollar getauscht.

Kartenzahlung möglich

 

Internet

k.A.

 

Ukraine: Keine besonderen Bemerkungen.

 

Zoll kontrolliert extrem (sh. Allgemeine Info)

 

 

Ungarn und Österreich: Keine besonderen Bemerkungen, außer: Ungarn ist Schengengrenze: gründliche Kontrolle möglich.


 

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