Flagge Sudan

SUDAN

Informationen

 


Einreise in den Sudan und der Ärger über die ägyptischen Offiziellen
3. Ägyptenbesuch, 1. Sudan-Besuch
Hinfahrt: 26.06.2006
Rückfahrt: 13.7.2006
Besuch archäologischer Stätten im Nordsudan

Landweg: Einzig offizielle Möglichkeit: Lake Nasser
Reinhard Mazur hat es über Selima und Rot-Meer Küste gemacht. Wie das dann mit den offiziellen Stellen wird......?
Straße von Abu Simbel nach Wadi Halfa soll in Bau sein. Kommt allerdings auf der westl. Nilseite raus – Fähre? Westlich kann man nicht so gut fahren. Noch nicht fertig.

Mr. Yaya vom Camp Adams Home (westl Nilseite vor Assuan bei Brücke) ist sehr hilfsbereit. Er hat uns Mr. Mahmut Idris vermittelt der sich um alles bei der Schifffahrtagentur kümmert, bis zum Verschiffen. Wir haben ihm dafür 25 US $ gegeben. Wir hatten überhaupt keinen Stress am Zoll und Polizei. Ägypt. Nummernschilder werden 1-2 Tage vorher abgegeben, man darf dann mit dem Original-Schild herumfahren.
Kosten: 2452 LE fürs Auto (Geländewagen und 450 LE für uns (2 Personen). Zusammen also ca. 3000 LE. 3 Tage vorher um alles kümmern. Schiff legte 8h später ab.


Hinfahrt:
Personen auf Passagierschiff (stark überbelegt und zusätzlich noch Fracht on bord). Bezahlt für Kabine und Essen. Beides für uns nicht benutzbar. Kein Schatten, sehr eng. Bewegungsfreiheit auf dem Schiff sehr eingeschränkt wegen Fracht und Personen.
Das Auto musste ich in eine Lücke zwischen die Fracht quetschen. 5 cm zu schmal – die ersten Macken. Während der Überfahrt fiel Fracht an und auf das Auto, Dellen und Kratzer. Zudem lief die Mannschaft über die Motorhaube: Dellen und Kratzer. Aussteigen durch das Fenster.

In Wadi Halfa wusste keiner (Hotelbesitzer, Shipping agency) genau um welche Uhrzeit das Frachtschiff kam bzw., als es da war, wann das Auto runterkommt. 2 Tage nach Ankunft des Schiffes konnte ich das Auto holen. Zufahrt zum Hafengelände nur zum Nachschauen was das Schiff bzw. Auto macht, nicht möglich. Ich habe das Hafengelände weiträumig umfahren.

Bohlen für unser Auto (3,4 t) vom Schiff zum Land zu schwach, sie brachen und das Auto sackte Richtung Wasser die Böschung hinunter. Dank aller 3 Diff.-Sperren (vorher eingelegt) kam das Auto frei.

Sehr netter Helfer Magdi in Wadi Halfa. Diese Helfer sind unabdingbar!

Wadi Halfa ist nicht zum längeren Verweilen geeignet.
Geld wurde nur auf der Straße gewechselt. Im Sudan tauschen Banken kein Geld! Wasser ist im Nord-Sudan kein Problem. Diesel ist z.T. sehr schmutzig! Dieselfilter verstopfen schnell was bei modernen Autos zum unangemeldeten Motorstop führt (EPC failure – Werkstatt aufsuchen stand auf unserem Display). Danach fuhr das Auto wieder, aber irgendwann ist dann Schluss (zuwenig Druck im common rail system).

Den Weg nach Süden entlang der Bahnlinie hat man uns nicht fahren lassen (tiefe Spuren, nur für Trucks). Auch die dt. Trucks sind am Nil entlang gefahren. Bis Dongola weitestgehend Wellblech oder einfach nur miserabel, man kommt einfach nicht voran. Um Dongola herum und Richtung Khartum Asphalt und dann wieder Piste mit sehr viel Fesch Fesch. Fähre bei Argo und Dongola ok. Strecke nach Khartum meistens schlechter Asphalt bzw. Piste.

Dongola-Jebel Barkal (Karima): Wellblech, leicht zu finden
Meroe – Baiyuda Wüste – Atbara: Pisteneinstig nicht gefunden weil Flughafen gebaut wird. In Google Earth sieht man sie aber gut.
Karima-Abu Dom: Asphalt
Khatum-Meroe Königststadt und Gräber: Asphalt


Alle Ausgrabungen kosten 10 US $ pro Person. Fotogenehmigung nicht erforderlich. Ticket bekommt man vor Ort.

Allgemeingültiger Hinweis: Sudan ist kein Reiseland!

Rückfahrt
Bohlen lagen noch zerbrochen da wo sie hingelegt wurden. 3 Tage lang alle Leute genervt bis Stahlbohlen (eine davon mit dem Kran aus dem Nil geholt, angebrochen) beschafft wurden.
Gesamtkosten Rückfahrt: 505 US $. Auf dem total leeren Frachtschiff waren wir allein mit dem Auto und der Besatzung.
Kein Essen, kein Wasser, keine Kabine aber voller Preis. Wasser und Essen hätte man uns sicherlich angeboten, wenn wir gefragt hätten. 2 Tage Fahrt. Von 22°°- 6°° liegt das Schiff. Auto wurde gut vertäut.

Assuan High Dam Zoll:
Emigration office hatte geschlossen, wir bekamen das Auto nicht raus. Nach 2 Tagen 2x mit Taxi zum Zoll um das Auto zu holen. Zuerst Motornummer und Ident-Nr. ablesen lassen, dazu muss man wieder Hilfe organisieren. Dann mit ägypt. Nummernschild zum Hafen, 600 LE Zoll und Parkgebühr für 2 Tage (Frechheit). Obwohl meine Versicherung von Nuweiba noch gültig war (2 Monate) musste ich hier wieder eine abschließen.
Rückfahrt im Niltal nur im Konvoi. Alle geplanten Besichtigungen zw. Nil und Rotem Meer nicht möglich.
Sinai und lyb. Wüste: weitestgehende Bewegungsfreiheit. In den Oasen folgte manchmal Sicherheitpolizei.

Ägypten hat uns dieses Mal enttäuscht. Sudan gerne noch einmal aber dann über den Landweg, wenn das möglich wird.

 

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